17. Mai 2016 – Allgemein

Fensterbauer müssen ihre Hausaufgaben machen

Zukunftsprognose – Fensterbau-Unternehmen sehen sich heute vor die Herausforderung gestellt, dass die BasisquaIifikation und die Produktivität der Produktionsmitarbeiter eher sinken. Zudem wird es immer schwieriger, Fach- und Führungskräfte zu rekrutieren. Andererseits müssen heute immer mehr komplexe Prozesse beherrscht werden. Zudem sind die Unternehmen einem zunehmenden Wettbewerb und Preisdruck ausgesetzt. Eine genaue Marktanalyse und die Suche nach Alleinstellungsmerkmalen bzw. die Entwicklung von Innovationen werden daher immer wichtiger.

Jörg Breuer, Geschäftsführer
Stürtz Maschinenbau GmbH

Viele Betriebe haben die Unternehmensnachfolge zu organisieren oder stehen vor der Entscheidung, welche Produkte sie künftig selbst produzieren möchten und welche zugekauft werden sollen. Die vielen Meldungen zu Kooperationen und Fusionen, von denen derzeit zu lesen ist, sind ein Hinweis auf die Schwierigkeiten, die mit einem Generationswechsel in Unternehmen verbunden sein können.

Auf der Produktseite ist zu beobachten, dass die Variantenvielfalt weiter steigt. Zudem steigen die Qualitätserwartungen der Kunden weiter. Um eine rationelle Produktion der geforderten Vielfalt realisieren zu können, müssten Bauteile am Fenster besser automatisierbar sein. Auf diesen Aspekt wird von den Zulieferern noch zu wenig geachtet. Eine mögliche Lösung wäre die Definition von Standards.

Effizienz, Flexibilität, Transparenz

Um im Wettbewerb der Zukunft bestehen zu können, müssen die Herstellungskosten im Fensterbau weiter reduziert werden. Dies ist nur durch eine effiziente Produktion möglich, die hoch flexibel und transparent ist! Um dem Wettbewerbsdruck zu begegnen, sind Konzepte gefragt, die eine Produktion mit weniger Personal möglich machen. Erreichen kann man dies durch zunehmende, sinnvolle Automatisierung. Aus manuellen Arbeitsplätzen können so (teil)automatisierte Fertigungsinseln entstehen, die ein gleichbleibend hohes Qualitätsniveau mit hoher Verfügbarkeit und Ausbringungsmenge produzieren. Verputzmaschinen werden sich mehr und mehr zum Ecken-Bearbeitungszentrum entwickeln; d.h. zusätzliche Bearbeitungsschritte am geschweißten Element übernehmen. Die Automatisierung nach dem Schweißen und Verputzen muss weiter vorangetrieben werden. Dabei ist auch der (sinnvolle!) Einsatz von Robotik eine Möglichkeit. Zudem gilt es, die Komplexität in der Logistik zu reduzieren.

Dabei verändert sich die Rolle des Bedieners vom Handwerker zum angelernten Anlagenführer, der für die Überwachung und Optimierung der Produktion zuständig ist. Die notwendigen Informationen werden durch die Maschine(n) und das Produktionssteuerungssystem jederzeit bereitgestellt und sind entscheidend für den Erfolg. Eine derartige Veränderung hat bereits in vielen anderen Branchen erfolgreich stattgefunden und Produktionen konnten so am Standort Deutschland beibehalten werden. Die Automobilindustrie ist hier das beste Beispiel.

Unsere ausländischen EU-Partner haben diese Aufgabe verstanden und arbeiten bereits an der Umsetzung. Jetzt ist es auch an uns, die Hausaufgaben zu machen! Stürtz ist in der Lage, den Fensterbauer hierbei zu unterstützen und auf das nächste Level zu bringen.